Zielgruppe und Auswahl der Teilnehmenden

Das gemeinsame Ziel des Dialogs der Kulturen, des Vostok Forums und der platforma war die Vernetzung von politisch aktiven Gruppen, der Austausch über linke und feministische Theorie und Praxis sowie die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Projekte. Eine besondere Herausforderung war dabei die Mehrsprachigkeit der Teilnehmenden.

Die Frage der Zielgruppe hat im Laufe der Zeit eine Entwicklung und Präzisierung erfahren. Politisch aktive Schüler_innen und Student_innen, Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen, die sich mit linker Theorie und Praxis auseinandersetzen, feministisch oder ökologisch engagiert sind, machten die Mehrheit der Teilnehmer_innen aus. Eine ausgewogene Balance zwischen Einsteiger_innen und bereits aktiven Multiplikator_innen sicherte in allen Projekten einen nachhaltigen, fruchtbaren Austausch. In der Tendenz haben sich anspruchsvolle Formate entwickelt, die einerseits auf »Expert_innen« ausgerichtet waren, allen Teilnehmenden aber dieses Expert_innen-Profil auch zugestanden.

Die in einem fortlaufenden Kommunikationsprozess der beteiligten Gruppen und Organisationen entwickelten Themenschwerpunkte für die jeweils anstehende Veranstaltung wurden im Vorfeld bekannt gegeben und Interessent_innen zur Bewerbung aufgefordert. Für die Ausschreibungen verfügte das Dialog-Vostok-Netzwerk über eigene, auf die Öffentlichkeit ausgerichtete Online-Medien. Die Veranstaltungen wurden über zahlreiche Verteiler zusätzlich beworben, bei Kampagnen und weiteren Veranstaltungen wurde auf das Netzwerk und die Möglichkeiten der Partizipation hingewiesen.

Mit einer auf das jeweilige Themenfeld ausgerichteten Projektskizze konnten sich Kulturschaffende und politisch interessierte junge Menschen, Künstler_innen aller Bereiche, Theatermacher_innen, politische Bildner_innen und Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen der Geistes- und Naturwissenschaften, Theoretiker_innen, Praktiker_innen, Musiker_innen, Filmemacher_innen, Schriftsteller_innen und weitere von dieser Ausschreibung angesprochenen Menschen unter 35 Jahren bewerben. Gewählte Gremien stimmten daraufhin unter Berücksichtigung eines Kriterienkataloges (u. a. 50% Quotierung nach Geschlechtern, regionale Ausgewogenheit, thematischen Angebote etc.) über etwa 30 Teilnehmer_innen ab, womit der Entwicklungsprozess der kommenden Veranstaltung aktiv starten konnte.